Nekrosen

Nekrosen

Häutung ist bei Zwergbartagamen ein kompliziertes Thema, aus welchen Ursachen jetzt auch immer eine Häutung nicht vollkommen bzw. komplett von Statten gehen, ist nicht immer klar.
Aber nicht abgelöste Hautschichten (und damit sind keine vereinzelten Hautfetzen oder “Lappen” gemeint, die frei auf der Körperoberfläche aufliegen, können immer zum Absterben bzw. zu Nekrosen der betroffenen Körperteile führen.

So fern es sich um einzelne frei aufliegende Hautfetzen (Lappen) handelt ist nicht unbedingt ein Eingriff nötig, nur wenn die entsprechende Partie sich bei der nächsten Häutung nicht löst, sollte nachgeholfen werden.
Bei Körperpartien umgebenden nicht lösenden Hautschichten, wie Zehen und Schwanz, sollte unbedingt nachgeholfen werden, noch bevor eine erneute Häutung einsetzt. Da diese alten Hautschichten das Wachstum des Körperteils behindern. Sprich, der Körperteil wächst weiter aber die alte Haut, die mittlerweile wie eine Art Schnur (also sprich ein toter organischer Stoff) fungiert, schnürt den weiter wachsenden Teil immer mehr ein. Diese Einschnürung verursacht ab einem gewissen Spannungspunkt eine Abschnürung der Blutgefäße. Das bedeutet das der hinter dieser Einschnürung liegende Körperteil wird nicht mehr mit frischem Blut bzw. Sauerstoff angereichertes Blut versorgt und stirbt ab. Dieses Absterben wird allgemein als Nekrose bezeichnet.
Wird in diesem Fall zu spät reagiert bleibt meist nur noch die Möglichkeit der Amputation.

Um es nicht soweit kommen zulassen ist es bei schlechter Häutung anzuraten durch Bäder oder Salbenbehandlung, nach zu helfen, so dass die Haut ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt wird und ein Ablösen der alten Hautschicht unterstützt wird.
Allerdings können auch infektiöse Ursachen für eine Nekrose in Frage kommen. Hier ist meist eine Mykose der Verursacher. Die Behandlung hierbei ist wie bei Hautmykosen beschreiben durchzuführen. Auf jedenfall sollte ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.